Aktuell

15 Mai 2019

Global Brand Conference 2019

Letzte Woche waren wir zu Gast bei der 14. Global Brand Conference 2019 in Berlin. Das Thema in diesem Jahr – “Start-ups, Arts and Creative Industries: Fresh Perspectives on Brands” mit inspirierenden Vorträgen von Verena Bahlsen, Maik Richter und Miriam Preissinger und einigen Best Cases und Research Studies im Bereich Brand Strategy & Experience.

Wir haben uns drei spannende Beiträge herausgepickt, von denen wir einige interessante Insights mitnehmen konnten. Von der Transformation einer gesamten Produktkategorie über die Frage, welche Markenpositionierung die beste in einem starken Wettbewerbsumfeld ist, hinzu der Einflussnahme von Brand Image und Brand Passion auf die Brand Loyality und Brand Experience:

1. A tale of a categorial shift: the Hendrick’s revolution and the partitioning of the gin category:
Giuseppe Pedeliento, Daniela Andreini and Daniele Dalli

“Hendrick’s entirely changed the structure of the market. From Hendrick’s on, people started to ask for THIS gin with tonic, not only gin tonic.”

Der Gin Marke Hendrick‘s ist Anfang 2001 genau das gelungen, wovon einige Marken noch träumen: eine gesamte Produktkategorie zu transformieren und sich klar gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. Durch die besondere Zubereitung und ihrem innovativen Produktdesign hat es die Marke geschafft, einen enormen Wiedererkennungswert in ihrer Produktkategorie zu erlangen. Hendrick’s konnte so gezielt auf die Einzigartigkeit ihrer gesamten Marke einzahlen.

2. Broad vs. Narrow brand positioning: Effects on competitive brand performance:
Lars Erling Olsen, Bendik Meling Samuelsen and Luk Warlop

Was genau ist denn nun eigentlich besser, in einem sich immer wandelnden Wettbewerbsumfeld? Die Kommunikation von einigen vielen USPs oder lieber alles auf eine Karte setzen? Letzteres, sagen Lars Erling Olsen, Bendik Meling Samuelsen und Luk Warlop von der Norwegian Business School. Hier solle man sich vor allem fragen, ob die eigene Marke eher ein „Koala“ (isst nur Eukalyptus) oder eine “Ratte” (isst alles) ist.

Die Ergebnisse ihrer Studie, die beide Markenpositionierungen miteinander verglichen hat, zeigen, dass sich eine Marke mit nur einem USP deutlich besser gegen Wettbewerber in einem sich verändernden Markt behaupten kann. Vorteile eines Narrow Positioning seien vor allem eine geringere Angriffsfläche und eine entsprechende Verteidigungsposition gegenüber neuen Wettbewerbern.

3. Brand experience and brand Image: The mediating impact of brand passion and brand image in the context of car brands: Andreas Eklund, Miralem Helmefalk

Während der Zusammenhang zwischen Brand Experience und Brand Loyalty bereits ausführlich erforscht ist, richten Andreas Eklund und Miralem Helmefalk ihr Augenmerk auf Brand Image und Brand Passion als Einflussvariablen: „Brand passion and brand image mediate the inquired relationship between brand experience and brand loyalty.” Diese Ergebnisse zeigen vor allem, dass positive Markenerlebnisse sowohl Einfluss auf das Markenimage als auch auf die Leidenschaft, die die Marke ausstrahlt, nehmen.

Wir sind stolz, diese gelungene Veranstaltung mit Marketing-Experten und Wissenschaftlern aus aller Welt als Sponsor unterstützt zu haben und freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Mehr Informationen zu den Speakern und Vorträgen sind hier zu finden: http://gbc2019.berlin/

Fotos: © HWR Berlin Presse, Sasserath Munzinger Plus